Ferdinand hatte seine Liste verloren. Und damit auch irgendwie seinen Sinn.
Er saß auf einem Ast, starrte in den Himmel und murmelte: „Was, wenn ich heute einfach... nichts tue?“
Hilde blieb stehen. „Gar nichts?“
„Kein Sortieren. Kein Klemmbrett. Kein ‚wer macht was‘. Nur... sitzen.“
Kwiepi kam angeflattert. „WAS IST DAS FÜR EIN NEUES SPIEL?! ICH WILL AUCH NICHTS TUN! ABER LAUT!“
Die Munkelrotte murmelte: „Er arbeitet nicht. Vielleicht ist er krank. Vielleicht rebelliert er. Vielleicht ist es das Ende.“
Der Knarl brummte: „Nichts tun ist unterschätzt.“
Also probierten es alle mal. – Die Waldmaus legte sich auf ein Blatt.
Kwiepi schwebte im Kreis und schrie leise.
Die Nachtschattenkirschkröte sonnte sich und glühte entspannt.
Hilde rührte langsam in einem Topf, ohne Ziel.
Ferdinand beobachtete alles. Und dann... lächelte er. „Ich glaube, ich mag das.“
„Und was ist mit deiner Liste?“, fragte Hilde.
„Die kommt wieder. Vielleicht. Aber heute... ist Mooszeit.“
Am Abend war nichts passiert – und doch fühlte sich alles leicht an.

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