Im Dingsda-Wald war Spieltag.
Die Waldmaus hatte ihn ausgerufen, Ferdinand hatte einen Ablaufplan gemacht und Hilde hatte bunte Spielgeräte herbeigezaubert. Kwiepi drehte schon seit Sonnenaufgang Loopings vor Aufregung.
„Wir machen alles! Sackhüpfen, Zapfenrollen, Murmelmagie, Witzspringen, Baumgeisterfangen!“
„Und was ist mit Gänseschattenschnappen?“, fragte die Schnattergans.
„Auch das!“, rief Kwiepi. „ALLES!“
Alle Tiere versammelten sich auf der großen Lichtung. Nur ein kleines Wesen hielt sich am Rand.
Es war grau, plüschig, mit großen Augen und hieß Stillibilli.
„Willst du nicht mitspielen?“, fragte Hilde freundlich.
Stillibilli schüttelte den Kopf. „Ich mag keine Rennen. Oder Sachen, bei denen man laut ist. Oder wenn alle durcheinander reden.“
Ferdinand runzelte die Stirn. „Aber... spielen ist doch wichtig!“
„Ist es auch“, sagte Stillibilli. „Aber ich spiele eben... anders.“
Die anderen hielten inne.
Kwiepi kam näher. „Wie denn?“
Stillibilli holte ein Blatt hervor. Darauf war ein kleiner Parcours aus Moos, Zweigen und Nüssen gezeichnet.
„Ich baue Sachen. Ich denk mir Geschichten aus. Und ich mag es, wenn es ruhig ist dabei.“
Hilde nickte. „Das klingt zauberhaft.“
Also wurde eine zweite Spielfläche eingerichtet – ganz leise, ganz weich, mit kleinen Höhlen und Geschichtenmurmelwegen. Und während auf der einen Seite Kwiepi durch einen Hüpfparcours schrie, summte auf der anderen Stillibilli leise zu sich hin und baute ein Munkelschloss.
Am Ende kamen alle zusammen. Stillibilli zeigte seine Welt.
Kwiepi staunte. „Ich hab nie gedacht, dass Spielen auch still geht“, sagte er.
„Und ich hab nie gedacht, dass laut so lustig sein kann“, sagte Stillibilli.

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