Im Dingsda-Wald lag etwas in der Luft. Es war süß. Es war klebrig. Es war... Backwettbewerbszeit!
Ferdinand hatte es vorgeschlagen. Hilde hatte „JA!“ geschrien. Und Kwiepi war sofort losgeflogen, um „Beeren, Glitzer und drei ganze Hummeln“ zu sammeln. Für die Deko, natürlich.
„Jeder backt, was er am besten kann!“, rief die Waldmaus. „Ich kann gar nix!“, rief der Knarl. „Dann bist du Jury!“, entschied Hilde.
Die Backstationen wurden eingerichtet:
– Ferdinand rührte streng nach Liste (mit Schutzbrille).
Hilde warf Zutaten nach Gefühl in einen fliegenden Kessel
Kwiepi arbeitete nur mit Farben und Geräuschen. „KWIEPI-BOOM-BUNT!“
Die Munkelrotte teilte sich auf und flüsterte sich gegenseitig Rezepte zu.
Die Kuchen wuchsen, glitzerten, zischten, explodierten (zweimal). Der Duft war himmlisch. Der Knarl sabberte in seinen Bart.
Dann kam der Moment der Entscheidung. Alle stellten ihre Werke auf:
– Ferdinand hatte einen geometrisch perfekten Nusskuchen mit exakt 64 Mandelhälften.
Hildes Gebäck schimmerte lila und blubberte leise.
Kwiepis Torte hatte Flügel. Und eigene Musik.
Die Munkelrotte hatte aus 17 kleinen Kuchen ein Kuchenschloss gebaut.
Der Knarl setzte sich. Schnaubte. Runzelte die Stirn. Und dann... hob er seine Gabel.
Ferdinand sah’s kommen. „Es gibt ein Unentschieden, oder?“
Doch der Knarl nahm keinen Bissen. Er seufzte nur: „Wie soll ich mich entscheiden? Ich will sie ALLE.“
Stille.
Dann ein Quietschen. Dann ein Lachen. Dann fliegt ein Stück Kuchenglitzer an Hildes Stirn.
„TORTENSCHLACHT!“, rief Kwiepi.
Was dann geschah, war nur mit Worten wie Puff, Platsch, Klecks und Mjam! zu beschreiben. Als die Sonne unterging, saßen alle voll Kuchenteig am See und leckten sich gegenseitig die Nasen.
„Ich glaub“, murmelte die Waldmaus, „das war der leckerste Nicht-Wettbewerb aller Zeiten.“

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