Im Dingsda-Wald war es wieder soweit:
Die Luft roch nach Zimt, Zucker und einem Hauch von Wahnsinn. Es war Zimtschneckenfestival!
Ferdinand hatte schon am Vorabend die Schilder aufgehängt: „Kein Eintritt ohne Zimtwirbel im Herzen!“
Hilde trug ein Kleid aus Hefeteig und Kwiepi... war verschwunden.
„Er isst bestimmt alle Schnecken“, murmelte die Munkelrotte. „Oder er IST eine geworden.“
Dann ging es los:
Es gab das Zimtschneckenrollen-Bergrennen (gewinnt, wer nicht mitgerollt wird).
Das Große Krümelkleben (nur wer glitzert, kommt weiter).
Und das Karamellkaraoke, bei dem Hilde versehentlich ein Lied herbeizauberte, das niemand kannte – aber alle tanzten trotzdem.
Ferdinand eröffnete die Parade mit seinem Klemmbrett.
„Willkommen zur einzigen Veranstaltung, bei der es erlaubt ist, mit Teig zu werfen!“
Ein Zimtschneckenkarussell drehte sich wild, Kwiepi tauchte endlich auf – als Zimtschnecke verkleidet – und quietschte: „KWIEPI IST DAS FESTIVAL!“
Dann kam der große Moment: die Ehrung der fluffigsten Schnecke.
Alle standen ehrfürchtig um einen goldenen Teller. Darauf lag sie: warm, duftend, mit einem Zuckergusslächeln.
„Und der Gewinner ist...“, begann Ferdinand.
Aber da – ein Windstoß! Ein FLAPP! Eine Zunge! Kwiepi!
„Ich... hab gewonnen“, sagte er. „Im Herzen.“
Stille. Dann Lachen. Dann eine neue Schnecke.
Und noch eine. Und dann: Zimtschlacht.
Am Ende lagen alle im Moos, klebrig, glücklich und kugelrund.
„Gibt’s das nächstes Jahr wieder?“, fragte die Waldmaus.
„Natürlich“, sagte Hilde. „Sobald der Zimt ruft.“

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