„Was ist das?“, fragte Ferdinand und hielt ein glitzerndes Plakat hoch.
„Das“, sagte Hilde mit leuchtenden Augen, „ist... Speed-Dating.“
Die Tiere versammelten sich um das Schild:
"Verliebt euch! Oder auch nicht! Kekse gibt’s trotzdem!"
Kwiepi war sofort Feuer und Flügel: „KWIEPI DATE ALLE!! JETZT!“
Ferdinand runzelte die Stirn. „Und was genau macht man da?“
„Man trifft andere. Kurz. Schnell. Und schaut, ob’s glitzert“, erklärte Hilde. „Aber nicht nur zum Verlieben. Vielleicht auch zum Freundewerden. Oder zum Quatschmachen.“
Die Munkelrotte war aufgeregt. Sie wollte „professionell dokumentieren“.
Der Knarl murrte: „Ich date nur, wenn’s Pudding gibt.“
Ein großer Baumstumpf wurde zur Rotationsbasis. Alle zwei Minuten ein Gong. Und los ging’s:
Die Waldmaus saß dem Grummelkäfer gegenüber. Nach drei Blicken murmelte sie: „Ich glaub, wir hassen dieselben Sachen. Das ist ein Anfang.“
Kwiepi flatterte um eine Brombeerhexe herum. „DU GLITZERST. ICH AUCH! DATE?“ Die Hexe grinste: „Klar. Solang du nicht singst.“
Hilde redete mit einem stillen Mooswesen, das nichts sagte – aber einen Tee reichte. „Ich mag dich“, sagte Hilde. „Du bist leise wie warmes Licht.“
Ferdinand traf eine Eule mit Notizzettel. Sie sagte: „Ich finde deine Ordnung faszinierend.“ Er wurde rot.
Nach zwanzig Runden war alles durcheinander. Die Munkelrotte verlor den Überblick. Kwiepi hatte sich in sich selbst verknallt. Und der Knarl schlief mit einem Keks im Bart ein.
Aber als die Sonne unterging, saßen alle auf der Lichtung. Es wurde gelacht, geflüstert, geseufzt.
„Und?“, fragte Hilde.
„Ich glaub, ich hab was gefunden“, sagte Ferdinand leise.
„Liebe?“
„Nein. Jemanden, der auch Listen mag.“

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