An diesem Tag flatterte Kwiepi nicht.
Er wachte auf, wie immer.
Aber… ohne „Kwiepi!“.
Ohne Flatter. Ohne Looping. Ohne Liste.
Er setzte sich auf einen Ast.
Schaute auf den Wald.
Und fühlte… nichts.
Oder vielleicht:
Zu viel auf einmal.
Die Munkelrotte munkelte nicht über ihn.
Denn sie merkte:
Heute war etwas anders.
Hilde kam vorbei.
„Na, du kleiner Wirbel? Was ist heute mit dir los? Hat der Himmel dir den
Schwung geklaut?“
Kwiepi schüttelte den Kopf.
Ganz langsam.
Dann sagte er: „Kwiepi ist heute… leise. Ohne Kwiepi. Nur... ich.“
Hilde setzte sich dazu.
Sagte nichts.
Nur: „Das darf sein.“
Ferdinand kam später.
Sah Kwiepi.
Dann brachte er ihm eine halbe Kiwi.
Nicht wie sonst aufgeschnitten mit Glitzersamen.
Einfach so.
Unkompliziert.
Ehrlich.
„Manchmal“, sagte er, „ist leise auch eine Farbe. Und traurig
ist kein Fehler.“
Kwiepi kaute.
Langsam.
Nicht begeistert.
Nicht fröhlich.
Aber echt.
Und ein kleines bisschen getröstet.
Später legte er sich ins Moos.
Mit Hilde an seiner Seite.
Und Ferdinand, der schnarchte wie ein Kissen mit Rhythmusstörung.
Kwiepi sagte leise: „Kwiepi kommt zurück. Aber... nicht jetzt.“
Hilde nickte. „Wir warten. So lang du brauchst.“
Und als die Sterne kamen,
war Kwiepi nicht fröhlich.
Aber auch nicht mehr ganz traurig.
Er war einfach… er.
Ein kleines Wesen.
Mit viel Flatter.
Und heute:
Mit Herz.

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