Es war ein ganz gewöhnlicher Tag.
Bis Ferdinand aufstand, sich reckte –
und mit einem leisen „Uff.“ zurück aufs Moos plumpste.
„Ich bin schwer.“
„Du warst schon immer flauschig“, murmelte Hilde.
„Ich mein nicht flauschig. Ich mein... richtig schwer.“
„Marmeladenmäßig?“
„Moospolster-mäßig.“
Ferdinand sah auf seinen Bauch.
Sein Bauch sah zurück. „Ich glaub... ich will was ändern. Ich will... weniger
sein.“
Hilde wurde still.
„Weniger... du?“
„Nein. Weniger... Bauch. Mehr... Rolle statt Rollbraten.“
Die Munkelrotte hörte das und startete eine Kampagne.
„Wir machen das gemeinsam! Projekt FluffFit!“
„Waldbauch-Weg-Challenge!“
„Schlanker durch Schlammrollen!“
Kwiepi organisierte Flugübungen. „Kwiepi! Und Eins! Und Zwei! Und Wackel mit
dem Schweif!“
Luma brachte Kräutertee mit leiser Kritik.
Die Eule las aus einem Buch mit dem Titel „Achtsam atmen, während man
schwitzt“.
Und Ferdinand?
Er versuchte.
Er joggte.
Er schwitzte.
Er aß Gurke. (GURKE!)
Und verlor... ein bisschen Gewicht.
Aber auch: seine Laune.
Sein Schnurren.
Und ein kleines Stück Leichtigkeit – im Herzen.
Eines Abends saß er allein am Teich.
Starrte ins Wasser.
Und sagte zu sich selbst: „Ich wollt mich besser fühlen. Aber jetzt fühl ich
mich... einfach nicht mehr wie ich.“
Hilde kam dazu.
Setzte sich.
Sagte nichts. Dann: „Du bist Ferdinand. Ich hab dich nie nach deinem Bauch
gemocht. Sondern weil du mitdenkst, mitfühlst – und dich manchmal über Marmelade
freust wie ein Kind.“
Die Munkelrotte hörte zu. Und wurde leise.
Kwiepi kuschelte sich an ihn. „Du bist genug. Du warst’s immer. Vielleicht
willst du gar nicht weniger sein – sondern nur wissen, ob du so okay bist.“
Ferdinand lächelte.
Dann rollte er sich ein.
„Ich will mich bewegen. Aber weil’s mir gut tut.
Und ich will essen. Und lachen.
Und ich will rollen. In alle Richtungen.
Und ja – ich will mich wohlfühlen.
Aber in mir. Nicht gegen mich.“
Seitdem ist FluffFit keine Challenge mehr.
Sondern eine Einladung.
Zum Möhrenlauf.
Zum Kicher-Yoga.
Und zum Wohlfühlen – mit allem, was man ist.

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