Der Tag begann mit einem Schlag.
Also keinem echten.
Mehr so einem: „Kwiepi!!!“
Hilde schreckte aus dem Schlaf.
Ferdinand wimmerte unter seiner Moosdecke.
Und Kwiepi?
War... überall.
Er flog Kreise.
Er summte das Lied des „Flatter-Kiwipiraten von Nordnordwest“.
Er redete mit drei Schnecken gleichzeitig (obwohl keine antwortete).
Und er verteilte Kiwikerne in Ferdinands Teekanne.
Aus Liebe. Natürlich.
„Kwiepi macht Wald
lebendig!“, rief Kwiepi. "Kwiepi ist FEST! PARTY! BLITZ!“
Ferdinand murmelte: „Ferdinand ist… KOPFSCHMERZ.“
Er versuchte, sich unter einem Farn zu verstecken.
Aber Kwiepi hatte ihn schon entdeckt.
„Flauschi! Guck mal! Ich hab ein Lied gemacht nur für dich!“
Dann sang er.
Laut.
Schief.
Mit Flugshow.
Ferdinand verzog das Gesicht.
Er sagte kein Wort.
Aber sein Schwanz rollte sich extra eng ein.
Hilde kam dazu.
Sie sah auf Ferdinand.
Dann sah sie auf Kwiepi.
Dann holte sie Luft. Tief.
„Kwiepi“, sagte sie
leise, „wir müssen reden.“
„Kwiepi hört!“
„Flauschi braucht Ruhe.“
„RUHE?! Ist das ein Spiel? Ein Lied? Ein Kiwi-Zustand?“
„Nein“, sagte Hilde.
„Es ist... wichtig.
Flauschi hat Kopfweh.
Nicht vom Wetter.
Nicht vom Wald.
Von... dir.“
Kwiepi erstarrte in der Luft.
Er sackte langsam ab.
Sein Flattern wurde leiser.
Sein Schnabel zitterte.
„...Kwiepi wollte nur... Spaß. Für Flauschi. Für alle. Nicht... Aua.“
Er landete.
Ganz still.
Und schlich zu Ferdinand.
Legte eine Kiwi neben ihn.
Dann noch eine.
Dann noch sieben.
„Kwiepi... sorry“, flüsterte er. „Kwiepi
macht morgen... weniger Kwiepi.“
Ferdinand öffnete ein Auge. „Vielleicht... morgen leiser Kwiepi.“
Kwiepi nickte.
Dann legte er sich in Ferdinands Schweif.
Ganz klein. Ganz ruhig.
So gut er konnte.
Am Abend hörte man nur ein Flüstern im Wald:
„Kwiepi... kann auch schnurrrr...“

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