Eines Morgens rumpelte es am Rande des Dingsda-Walds.
Nicht leise. Nicht sanft. Es rumpelte laut und schief und... sehr zottelig.
„Was zum Munkeln war das denn?“, rief Ferdinand, der flauschige, fetzige Fuchs, und stellte seine Ohren auf Empfang.
Hilde, die wilde Waldhexe, war schon auf ihrem fliegenden Blätterbesen unterwegs. „Neue Nachbarn vielleicht? Ich riech Räuchermoos und Lavendelwurzeln... und ein klitzekleines bisschen Käsefüße.“
Am Waldrand saß Familie Murxel:
Mama Murxa mit sieben bunten Tüchern, Papa Murx mit drei Rucksäcken (einer davon miaute), und fünf kleine Murxelchen, die alle gleichzeitig redeten, kicherten oder versuchten, auf einem Baum rückwärts zu tanzen.
Doch nicht alle Dingsda-Wesen waren begeistert.
„Die nehmen uns den Platz weg!“ murrte die Meckermaus.
„Die sehen komisch aus!“ schnatterte die Schnattergans.
„Die tragen bunte Tücher und Monokel mit runden Gläsern?! Skandal!“ schimpfte der Spargelgnom.
Hilde setzte sich mitten auf die Lichtung, die Hände in die Hüften gestemmt. „Na und? Vielleicht bringen sie Lieder mit, Geschichten, neue Rezepte oder ein Töpfchen Glitzerschleim! Jeder verdient ein Zuhause.“
Ferdinand nickte. „Und wenn sie tanzen können, wie das eine Murxelchen da... dann sollten wir das sowieso feiern.“
Und so halfen sie beim Bauen. Und Kochen. Und Zuhören.
Es dauerte nicht lange, bis selbst die Meckermaus zugab:
„Murxel-Kartoffelpuffer mit Knallpilzsahne sind gar nicht übel.“

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