Die Sonne schien.
Die Munkelrotte war ausnahmsweise mal fröhlich.
Kwiepi flog in Herzform.
Hilde veranstaltete ein Picknick im Moos.
Ferdinand rollte sich vor Freude in einem Marmeladentuch. „Ich fühl mich wie
eine wohlgefüllte Pfannkuchenrolle.“
Alles war... gut. Bis er kam.
Er kam nicht leise.
Er kam grummelnd.
Ein pelziges Etwas.
Stachelrücken. Schwarze Nase.
Klein. Breit. Zorn in den Augen. „Was soll das?! Musik? Picknick? Fröhlichkeit?
Ich KNARLE hier durch den Wald, und ihr macht Lärm!“
Alle erstarrten.
„Äh… hallo?“, sagte Hilde vorsichtig. „Möchtest du... mitspielen?“
„Ich SPIELE NICHT. Ich BIN ein KNARL. Wir knurren. Wir maulen. Wir... knarzen.
SPIELEN ist was für Glitzerschwänze.“
Kwiepi schaute empört auf seinen glitzernden Schweif. „Das war persönlich!“
Der Knarl stampfte davon.
Brummend. Grollend.
Und die gute Laune lag plötzlich wie eine zerdrückte Brombeere im Gras.
„Der hat’s nötig“, meinte die Munkelrotte.
„Ein Fall für Zwangsbespaßung“, schlug Kwiepi vor. „Oder ein
Anti-Grummelseminar.“
Hilde aber sagte nur: „Vielleicht... hat ihn einfach noch nie jemand
verstanden.“
Am nächsten Tag trafen sie ihn wieder.
Er saß am Teich.
Allein.
Brummend. Aber diesmal nicht böse.
Nur leise.
„Was willst du?“, fauchte er, als Hilde sich näherte.
„Ich dachte, du willst nicht spielen?“
„Will ich auch nicht.“
„Gut.“
„Gut.“
Sie setzte sich neben ihn.
Ganz still.
Nach einer Weile fragte sie: „Wurdest du früher mal gefragt, ob du mitmachen
willst?“
„Nö.“
„Weißt du, wie’s geht?“
„Was?“
„Freund sein.“
Der Knarl schwieg.
Dann sagte er: „Nee.“
Also blieb sie da.
Ferdinand kam später.
Legte ihm ein Stück Kuchen hin.
Kwiepi brachte ihm eine Kiwi. (Versehentlich in die Nase.)
Am dritten Tag lachte der Knarl.
Nicht laut. Nicht lange. „Vielleicht will ich nicht spielen.
Aber ich will auch nicht allein knurren.“
Seitdem kommt er manchmal zum Picknick.
Er meckert.
Er brummt.
Er kritisiert die Brotauswahl.
Aber er bleibt.
Und manchmal,
wenn er denkt, keiner hört es,
summt er mit.

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